Sport ist progressive Medizin

 

Sie haben es bestimmt schon erraten. Ich betreibe gern Sport - zum Beispiel Triathlon.

Meine sportliches Ziel im Jahr 2021 war der mehrmals verschobene Ironman 70.3 in Graz, der dann schliesslich im August  bei schwüler Sommerhitze stattfinden konnte.

2022 möchten ich  zum vierten Mal den Wien Marathon laufen.

 

Ich reise gern,  viel lieber mit dem Pöbel im  Zug als etwa im Flugzeug und Diplomatenpass.

 

Aktuell lese ich gerade "Herkunft" von Saša Štanišić.  Ein unglaublich gutes Buch von einem  unglaublich talentierten Autor. Kein Wunder, dass es mehrere Literaturpreise eingeheimst hat und vom Feuilleton hochgelobt wird. Sollte eigentlich auch zur Pflichtlektüre für manche unserer Politiker zählen, bevor diese ein Regierungsamt übernehmen dürften.

 

Etwas profaner und fiktiv,  aber ebenso sehr lesenswert sind die Bücher, die ich davor las:   "Okamžiky štěstí" von Patrik Hartl und "El último barco" von Domingo Villar. 

 

Beide Bücher sind aktuell nur in den Originalsprachen tschechisch bzw. spanisch erhältlich.

 

Okamžiky štěstí, das übersetzt "Glücksmomente" bedeutet, ist ein Doppelroman, in dem der  Autor recht amüsant und kurzweilig die Lebensgeschichten zweier Geschwister in Prag beschreibt, deren Eltern in einem Autounfall ums leben kommen.  Die Kinder versuchen, jeder auf seine Art, trotz aller Widrigkeiten  und mancher Rückschläge nach dem eigenen Lebensglück zu streben, etwas, was eigentlich nicht erzwungen werden kann, aber den beiden Protagonisten am Ende doch ganz gut gelingt. Der Leser muss selbst entscheiden, ob er zuerst die Geschichte von Joachim oder jene seiner Schwester Veronika liest, oder beide Romane parallel beginnt und zwischen den Kapiteln hin und her springt. Die Handlungen beider Protagonisten sind natürlich miteinander verflochten, aber sie werden in den beiden Romanen nicht doppelt erzählt.

 

Ganz anders, sowohl geographisch, also auch vom Genre und Schreibstil, ist der spanische Kriminalroman "El último barco" (Die letzte Fähre).  Dieses Buch fällt für mich in die Kategorie Entschleunigung und "slow-reading" und es entführt den Leser wunderbar in die etwas melancholische verregnete Atmosphäre der gallizischen Küstensstadt Vigo.